Die „gute Stube“ putzt sich raus – St. Magnus freut sich über neuen Hallenboden

Eine Schützenhalle ist für viele Bürger einer Stadt ein besonderer, fast schon magischer Ort – wachsen hier doch seit Generationen gemeinsame, positive Erinnerungen. Nimmt man jedoch die rosarote (bzw. blau-weiße) St. Magnus-Brille einmal ab, wird schnell klar: Die „gute Stube“ ist nicht mehr in Topform. Der Zahn der Zeit nagte sich beharrlich durch das teilweise marodierte Bauwerk, was einen gemeinnützigen Verein wie die Schützenbruderschaft – bei allem Zusammenhalt und Willen zur Eigenleistung – vor immense Herausforderungen stellt – logistisch, finanziell, vorschriftsmäßig. 

Somit stellte man sich die Frage, wo anzufangen und womit angesichts einer ellenlangen To-Do-Liste anstehender Baumaßnahmen aufzuhören ist: bei den Stromleitungen? Der bestenfalls in Leichtbauweise erstellten Königsküche? Den an die Nachkriegszeit erinnernden Toiletten in der „großen Halle“? 

Sehr schnell wurde aber klar: An einem neuen Hallenboden geht kein Weg vorbei: Nicht nur, dass der bisherige einfach nicht mehr schön anzusehen war und eine wenig wohnliche Atmosphäre vermittelt hat. Vielmehr war dieser durch unzählige Unebenheiten und eine unberechenbare Glätte ein massives Sicherheitsrisiko, welches sich mehrjähriger Versuche zum trotz auch nicht mehr „flickschustern“ ließ. 

Somit gingen die Schützenbrüder von St. Magnus nach der Saison im September die Herkulesaufgabe an, knapp 1.000qm Hallenboden neu zu verlegen. Die Anforderungen waren: ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, eine maximale Rutschfestigkeit, überdurchschnittliche Langlebigkeit sowie eine ausgesprochen gute Optik. 

Mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsschritte wollten gut koordiniert sein:

Zunächst musst herausgefunden werden, was sich unter der Bodenplatte befand. Mehrere Generationen feierten bereits an selber Stelle, so dass die vorhandenen Aufzeichnungen keinerlei brauchbaren Aufschluss geben konnten. Folglich sorgten Probebohrungen (im Frühjahr 2018 ausgeführt von der Firma M & R Schmitz Baugesellschaft) für die Gewissheit, dass die Bodenplatte weiter benutzt werden konnte. Daraufhin wurde ein zwei-Komponenten-Kleber verwendet; in einem hohen Maße robust und dauerhaft wasserdicht. 

Der alte Bodenbelag wurde nach dem Motto ‚viele Hände, schnelles Ende‘ in Eigenleistung entfernt und entsorgt. Nun mussten Versorgungsleitungen und Schlitze gelegt werden. Ebenfalls in Eigenleistung wurde der Fliesenspiegel entfernt und eine Bodenreinigung durchgeführt. Für das fachmännische Verlegen des neuen Bodens – ein besonders strapazierfähiger PVC- Boden in Holz- bzw. Fliesenoptik zeigte sich Ende November die Firma Raumausstattung Beller verantwortlich. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und war, so sind sich alle Beteiligten einig, längst überfällig. Somit hat die Bruderschaft die „gute Stube“ rechtzeitig vor den anstehenden kurz- und mittelfristigen Highlights ansehnlich herausgeputzt. 

Die immensen, sechsstelligen Kosten schultert die Bruderschaft selbst. Dabei helfen sicherlich die Aktion der „Quadratmeterpatenschaft“ während des Schützenfestes sowie die zahlreichen Veranstaltungen im Jahreszyklus, bei denen die Bruderschaft ihrer kulturellen Bedeutung für die Stadt gerne gerecht wird.

An dieser Stelle bedankt sich die Bruderschaft bei allen fleißigen Helfern und Spendern sowie bei den ausführenden Firmen für die professionelle Zusammenarbeit und ist sich sicher, einen wichtigen Schritt hinsichtlich Standortsicherung für die nächsten Generationen geleistet zu haben.

  • Maler Willi Zabel und Söhne 
  • Raumausstatter Beller
  • Schmidt GmbH Metallwarenfabrik 
  • Wrede Maschinenfabrik GmbH 
  • Schröder Bauelemente und Einrichtungen
  • M+R Schmitz Baugesellschaft mbH